Dienstag, 26. April 2016

Hausaufgaben abschaffen?

Eltern seien keine Aufgabenhilfe, so wie Lehrer keine Erziehungshilfe sein wollen.

Das ist der Kern der Forderung von Liliane Minor vom «Tages-Anzeiger» nach der Abschaffung der Hausaufgaben.

Vertiefen. Das ist der Hauptsinn der Hausaufgaben. Wenn das nicht erreicht werden kann, bin ich mit der Journalistin einverstanden. Denn alles andere ist Unsinn. Grober Unsinn, sogar.

Nur bedeutet das, dass sich die Lehrpersonen ebenso wie die Schulkinder bemühen müssen. Falsch ist das nicht.

«Schafft die Hausaufgaben ab!», Tages-Anzeiger online am 26. 4. 2016

Sonntag, 24. April 2016

«Lieber etwas weniger, dafür bessere Maturanden.»

Bildungsminister Johann Schneider-Ammann fordere, dass Maturanden schlechte Noten in Mathematik und Sprache nicht so leicht kompensieren können, schreibt heute die «NZZ am Sonntag». Er verlange von der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) härtere Massstäbe für die Matura.

Die Bedingungen zum Bestehen des Maturitätszeugnisses sollten jetzt überprüft werden, heisst es. Allgemein müssten die Regeln dahingehend abgeändert werden, dass es schwieriger werde, Lücken in den wichtigsten Fächern zu kompensieren.

Dabei sei eine «höhere Maturitätsquote unpopulär», wie die NZZ im September 2015 berichtete. Die «richtige» Maturitätsquote elektrisiert Bildungspolitiker und involvierte Kreise schon lange, und wohl noch länger.

Wenn da nur nicht die Hauptdarsteller zwischen all den Ansprüchen verheizt werden.

Samstag, 23. April 2016

Kurz-Gymnasium: Jeder Fünfte fliegt in der Probezeit raus

Im Kanton Zürich hätten viele ehemalige Sekundarschüler Probleme, in der Mittelschule mitzukommen, schreibt der «Tages-Anzeiger» online.

Einige Sekundarschüler hätten Mühe, sich ans Gymnasium zu gewöhnen. An den Kantonsschulen sei selbstständiges Lernen gefragt, die Klassen seien grösser, die Betreuung durch die verschiedenen Lehrer weniger intensiv.

Seit einigen Jahren entscheidet alleine das Resultat der Aufnahmeprüfung über die Aufnahme ans Gymnasium. Viele würden sich daher intensiv auf diese vorbereiten, könnten später aber die Leistung nicht halten. Es steht die Forderung im Raum, dass künftig wieder die Vorleistungen zählen.

Freitag, 15. April 2016

Motzen für bessere Noten

Für ihre Kinder forderten Eltern höhere Noten und setzten Lehrer unter Druck, schreibt der «Tages-Anzeiger» online am 15. April 2016. Diese gäben nach, um Probleme zu vermeiden: «Manchmal benote ich das Kind weniger streng, einfach, um meine Ruhe zu haben», wird darin eine Lehrerin zitiert.

Eine fragwürdige Berufseinstellung, wie ich meine. Welchen Gefallen den Schülern mit «Gefälligkeitsnoten» gemacht wird, muss man mir als Schulpfleger erklären können.

Freitag, 8. April 2016

Schulschluss: Martin Wendelspiess geht nach 38 Jahren im Volksschulamt in Pension

Martin Wendelspiess galt als Architekt der Schulreformen. Mit seiner «Wir schaffen das»-Mentalität habe er gelegentlich auch irritiert, schreibt der «Tages-Anzeiger» online am 8. April 2016.

«Lehrerinnen und Lehrer reagieren empfindlicher als andere, weil sie auch empfindsamer sind», sagte der Pragmatiker.  Und: Die Schule habe die Aufgabe, Kinder auf die Welt vorzubereiten, die diese anträfen.

Einverstanden. Ich hoffe auf eine ebenso geerdete Nachfolge.

Sonntag, 20. März 2016

Schiffbruch einer schönen Idee?

Das System Schule werde je länger, je stärker belastet, weil es möglichst alle Kinder integrieren müsse, schreibt die «NZZ» online am 20. März 2016. Mittlerweile sagten selbst Verfechter der Integration, dass es so nicht weitergehen könne. Das Credo der Gleichmacherei beginne zu bröckeln.

Chancengleichheit dürfe nicht dazu führen, dass geordnetes Lernen nicht mehr möglich sei, sagt Bildungsexperte Urs Moser vom Institut für Bildungsevaluation an der Universität Zürich.

Der Druck auf die Schule habe zugenommen, sagt Kinder- und Jugendpsychologe Jürg Forster vom Schulpsychologischen Dienst der Stadt Zürich.

Ich stimme ihnen zu.

Freitag, 29. Januar 2016

Wo sollen wir in der Bildung sparen?

Bildung ist im rohstoffarmen Land Schweiz ein hohes Gut. Doch jetzt bedrohe der Sparhammer auch die Schule, viele Kantone schrieben rote Zahlen und schnürten einschneidende Sparprogramme, meint Radio SRF. «Die Schulen müssen sparen.» Es stelle sich die Frage, wie das gehen soll.

Die ganze Sendung «Forum» auf Radio SRF1 am 28. Januar gibt es zum Nachhören. Die Gäste in der Sendung waren Franziska Peterhans, Zentralsekretärin Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer, Stefan Wolter, Bildungsökonom, und Reto Wyss, Bildungsdirektor Kanton Luzern.